Automatische Rechnungsstellung mit einem KI-Agenten heißt: Der Agent erstellt die Rechnung, ein Mensch gibt sie nur frei. Der Agent nimmt Bestellung, Lieferschein oder Leistungsnachweis, füllt den Beleg in Ihrer Buchhaltungssoftware aus und prüft die Regeln. Der Mensch sieht den fertigen Entwurf mit den Unterlagen daneben und klickt auf Freigeben, Bearbeiten oder Ablehnen.
Genauso funktioniert es bei Angeboten, Gutschriften und Mahnungen. Unten lesen Sie, welche Belege sich eignen, was immer ein Mensch freigeben sollte und wann es sich nicht lohnt.
Wie sieht eine Rechnung zur Freigabe aus?
Heute schreibt oft ein Mensch die Rechnung aus drei Fenstern gleichzeitig. In einem ist die Bestellung, im zweiten der Lieferschein, im dritten die Buchhaltungssoftware. Der Agent macht dasselbe, nur schneller, und wartet am Ende nicht auf „Senden“, sondern auf die Freigabe.
01
Der Agent nimmt die Unterlagen
Bestellung, Lieferschein, Stundennachweis oder Vertrag. Dort, wo Sie sie heute haben.
02
Er erstellt einen Entwurf
Kunde, Positionen, Preise, Zahlungsziel. Der Entwurf liegt in Ihrer Buchhaltungssoftware, nicht in einem weiteren Tool.
03
Er prüft die Regeln
Preis passt zur Preisliste, USt-IdNr. zum Kunden, Menge zum Lieferschein. Was nicht passt, markiert er.
04
Ein Mensch gibt frei
Er sieht Entwurf und Unterlagen. Er gibt frei, bearbeitet oder lehnt ab. Erst dann geht der Beleg raus.
Wichtig ist Schritt 3. Der Agent soll nicht nur Zahlen abschreiben. Er soll laut sagen, wenn etwas nicht passt: ein anderer Preis als in der Preisliste, ein fehlender Lieferschein, ein Kunde im Zahlungsverzug. Genau dort verliert man heute Zeit mit Suchen.
Welche Belege eignen sich dafür?
Solche, die aus Unterlagen entstehen, die Sie schon im System oder im E-Mail-Postfach haben. Und bei denen klar ist, was richtig ist.
Beleg
Woraus der Agent ihn erstellt
Was der Mensch prüft
Rechnung für gelieferte Ware
Bestellung und Lieferschein
Menge und Preis gegenüber der Lieferung
Rechnung für Dienstleistungen
Leistungs- oder Stundennachweis
Ob der Nachweis zur Vereinbarung passt
Angebot
Kundenanfrage und Preisliste
Rabatt und Termin
Gutschrift
Reklamation und ursprüngliche Rechnung
Ob der Kunde Anspruch auf die Gutschrift hat
Mahnung
Offene Rechnungen
Ob der Kunde inzwischen gezahlt oder angerufen hat
Je mehr Unterlagen zu einem Beleg fehlen, desto weniger hilft der Agent. Wird der Preis telefonisch vereinbart und nirgends notiert, kann der Agent ihn nirgendwo hernehmen.
Was muss immer ein Mensch freigeben?
Eine Rechnung ist ein Beleg, der das Unternehmen verlässt und um Geld geht. Ein Fehler darin kostet das Vertrauen des Kunden, nicht nur die Zeit für die Korrektur.
Der Agent soll nie zahlen oder Bankdaten ändern. Das ist keine Rechnungsstellung, das ist ein Risiko. Wie Sie festlegen, welche Schritte ein Mensch freigibt, und wie Sie ihn nicht überlasten, lesen Sie in Human in the Loop: wann ein KI-Agent warten soll.
Ein Beispiel: Rechnungen, die per E-Mail kommen
Dasselbe Prinzip nutzen wir bei Rechnungen, die per E-Mail kommen, nur in die umgekehrte Richtung. Das System liest sie und trägt sie in die Buchhaltungssoftware ein. Was klar ist, geht allein durch. Was nicht, landet bei einem Menschen.
Der Rest geht absichtlich über einen Menschen. Ein neuer Lieferant, eine gescannte Rechnung oder mehrere Umsatzsteuersätze. Beim Ausstellen von Rechnungen empfehlen wir dasselbe: klare Typen allein, der Rest zur Freigabe.
Sie stellen nur ein paar Rechnungen im Monat aus. Der Agent rechnet sich nicht. Eine Vorlage in der Buchhaltungssoftware reicht.
Ihre Rechnungen sind jeden Monat gleich. Dafür hat die Buchhaltungssoftware Serienrechnungen. Einen Agenten brauchen Sie nicht.
Preise werden mündlich vereinbart und nirgends notiert. Der Agent hat keine Grundlage. Notieren Sie zuerst die Vereinbarungen.
Der Agent soll Gutschriften oder Rabatte selbst versenden. Das empfehlen wir nicht. Diese Belege bleiben bei einem Menschen.
Schreiben Sie Rechnungen aus drei Fenstern gleichzeitig?
Schreiben Sie uns, welche Belege Sie ausstellen und aus welchen Unterlagen. Wir melden uns innerhalb von zwei Arbeitstagen mit ein paar Fragen zu Ihrer Arbeit. Dann vereinbaren wir, was wir zuerst angehen.
Was ist automatische Rechnungsstellung mit einem KI-Agenten?
Ein KI-Agent nimmt die Unterlagen, aus denen heute ein Mensch die Rechnung schreibt (Bestellung, Lieferschein, Leistungsnachweis), und erstellt daraus einen Entwurf in Ihrer Buchhaltungssoftware. Ein Mensch prüft und gibt ihn frei. Erst dann geht die Rechnung an den Kunden.
Kann ein KI-Agent Rechnungen selbst an Kunden senden?
In den ersten Wochen nicht. Jeden Beleg gibt ein Mensch frei. Später dürfen nur wiederkehrende Rechnungen allein raus, bei denen der Mensch nichts mehr korrigiert. Gutschriften, Rabatte und neue Kunden überlassen Sie immer einem Menschen.
Was ist der Unterschied zu Serienrechnungen in der Buchhaltungssoftware?
Eine Serienrechnung stellt jeden Monat dasselbe aus. Ein Agent passt dort, wo die Rechnung aus verschiedenen Unterlagen entsteht und jeden Monat anders ist: nach gelieferten Stückzahlen, geleisteten Stunden oder Bestellungen.
Brauche ich dafür eine neue Buchhaltungssoftware?
Nein. Der Agent erstellt Belege in der Software, die Sie schon nutzen, sofern sie eine Schnittstelle zum Import oder Anlegen von Belegen hat. Hat sie keine, braucht es einen anderen Weg, zum Beispiel einen Import aus einer Datei.
Fragen Sie eine KI zu diesem Artikel
Die KI nutzt dabei auch unsere anderen Artikel und Erfahrung aus echten Projekten.
Ein Portal ohne API automatisiert ein RPA-Bot oder ein KI-Agent im Browser. Wann ein Bot reicht, wann ein Agent nötig ist, was schiefgeht und was ein Mensch freigibt.
Dokumente automatisch verarbeiten: Ein KI-Agent liest E-Mail-Anhänge, erkennt Rechnung, Lieferschein oder Vertrag, liest Daten aus und leitet sie weiter.
Ein interner KI-Assistent antwortet aus Ihren Dokumenten und zeigt die Quelle. Was er bringt, welche Risiken es gibt, wer was sieht und wo Ihre Daten bleiben.